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Musik, die glücklich macht

Weiter unten ist ein Link zu der Gruppe "Irie Révoltés", Titel "Alle Fäuste gehen hoch."

Nach der Pflegeberatung durch die Krankenkasse war ich völlig fertig. Nicht wegen der Inhalte, das war schon klar. Das macht keinen Spaß, aber da muss man durch.

Nein, gegen Ende der Beratung kam wieder die Mitleidskeule, diesmal in Form von offenem Rassismus: (aus dem Gedächtnis zitiert) "Ja, wenn Sie Flüchtling wären, dann bekämen Sie alles sofort. Und mehr."

Ich habe dann noch eine Weile dagegen gehalten, aber es hatte alles keinen Sinn. 1. War ich jetzt wieder mal das arme Schwein und 2. Werden sogar "unsere Behinderten" durch den Zuzug von Newcomern benachteiligt.

Ich habe nächtelang darüber gebrütet, denn sowas lässt mich einfach nicht los. Es ist so ekelhaft. Die letzten 10 Jahre, in denen ich taubblind war, waren da keine Newcomer, die als Feigenblatt herhalten mussten. Mir wurden trotzdem elementare Grundrechte vorenthalten.

Der Schatten verschwand, denn ich fand folgende Musik:

Ich hebe die Fäuste hoch, wenn mir so ein Scheiß begegnet. Und ich lasse mich von der Musik aus meiner eigenen Wut in die Freiheit des Rhythmus tragen.

Der Rhythmus der Freiheit, des nicht vereinnahmt werdens von Mitleidsgift, dem Recht einen Standpunkt zu haben und der Gleichwertigkeit. Ich bin nicht "unsere Behinderte".

(Für die, die darin einen Widerspruch zur Taubblindheit sehen: Legt eure Lautsprecher einfach mal auf euren Bauch) :-)